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Der Prinzipalmarkt mit seinen schönen Gibelhäusern |
Münster ist schon eine alte Stadt. Vor über 1200 Jahren errichtete der Friesenmissionar Liudger an einem Übergang über den Fluss Aa ein Kloster[2]. Das lateinischen Wort für Kloster, monasterium, gab später der Stadt ihren Namen. Aus dem Bau einer ersten kleinen Kirche erwuchs später der St.-Paulus-Dom. Hellgrün leuchten die Kupferdächer[3] der aus hellem Sandstein[4] gebauten bedeutendsten Kirche Westfalens. Im Inneren sieht man viele schöne Bilder und Skulpturen[5].
Östlich des Domes liegt das Zentrum der Stadt mit dem Prinzipalmarkt. Die hohen Giebelhäuser[6] mit ihren Bogengängen[7]gehören wie das Rathaus in ihrer Mitte zu den Wahrzeichen der Stadt. Leider wurde die Altstadt im Krieg fast völlig zerstört. Später wurde sie aber sehr schön in ihren alten Straßenzügen wieder aufgebaut.
Im Rathaus erinnert der Friedenssaal mit seiner kostbaren Wandvertäfelung an ein wichtiges Ereignis. Nach dem schrecklichen Dreißigjährigen Krieg (1618 - 1648) wurde hier vier Jahre lang über den Frieden verhandelt. 1648 führte dies zum sogenannten Westfälischen Frieden.
Vom Gesandten des Papstes erzählt man, dass er damals Münster die Stadt des Regens genannt hat. Er beschwerte sich über die schlammigen[8] Straßen und über das Essen. Vor allem aß er das sehr harte Schwarzbrot, hier Pumpernickel[9] genannt, nicht gern.
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Kirche St. Lamberti |
Außen an der Kirche hängen drei Käfige[11].Sie erinnern an das Jahr 1535. Eine aus den Niederlanden stammende Gruppe von Wiedertäufern[12] hatte in einem Aufstand versucht, Münster zu einem christlichen Königreich zu machen. Als man sie besiegt hatte, wurden die Leichen der Anführer der Wiedertäuferbewegung in die Käfige gelegt, damit alle Vorübergehenden sie sehen sollten. Man wollte die Bevölkerung warnen, zum katholischen Glauben zurückzukehren.
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Erbdrostenhof |
Vom Schloss aus kann man auf einem herrlichen Spazierweg die Stadt umrunden. Unter anderem kommt man dann auch am schönen Aasee vorbei. Und bestimmt begegnet man vielen Fahrrädern. Radfahren ist nämlich die liebste Beschäftigung der Münsteraner. 60 Prozent des Verkehrs in Münster geschieht mit dem Fahrrad, oder dem Leeze, wie es hier heißt. Dafür gibt es aber schöne und große Radwege und Fahrräder haben auch meistens Vorfahrt!
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Rathaus |
Noch vieles könnte man über die Stadt erzählen, die sogar einmal eine Hansestadt[14] war. Das neue, 1956 erbaute Stadttheater ist ein freundlich wirkender Bau. 1993 folgte die postmodern gebaute Stadtbibliothek, die innen einem Schiff ähnlich sieht. Bekannte Museen sind das Westfälische Landesmuseum für Kunst- und Kulturgeschichte und das Freilichtmuseum[15] Mühlenhof. Hier kann man sehen, wie die Bauern in den vergangenen Jahrhunderten in Westfalen gelebt haben.
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Informationen über Münster
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Westfalen: der nordöstl. Teil des Bundeslandes
Nordrhein-Westfalen. |
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